360 Grad

We are back… nach 63 Tagen rund um die Welt hat uns Hamburg pünktlich zur Weihnachtszeit wieder….

Nun wird es Zeit ein paar Daten und Fakten zusammen zu tragen. In 63 Tagen haben wir 8 Länder auf 4 Kontinenten besucht und legten dabei ca. 44500 km zurück. Insgesamt zwölf Flüge bei sieben Airlines. Dabei haben wir in 21 Hotels, auf 2 Booten und bei zwei Freunden/Verwandten übernachtet. Wir benötigten 4 Visa und haben in sieben Sprachen gelernt Hallo und ohne Zwiebeln zu sagen. Die Reihe der Fortbewegungsmittel ist schier unendlich- Hitchhiking, Oldtimer, Moto, Leihwagen, Tuk Tuk, diverse Bootstypen in jeglicher Geschwindigkeit, Fahrrad, Kajak, Zug, Flugzeug, Bus und Taxi. Das Umrechnen haben neun Währungen schwierig gemacht: Isländische Krone, US$, Neuseeländischer Dollar, Cook Island Dollar, Australische Dollar, Malayische Ringgit, Vietnamesische Dong, Kambodschanische Riel, Thai Baht. Dafür konnten wir uns wenigstens einmal Multimillionäre nennen 😉

City of Angels – Bangkok

Ab heute zwei Nächte an unserem letzten Stopp, dem Lebua at State Tower in Bangkok (Drehort von Hangover II). Hier ein paar Eindrücke unseres neuen temporären Zuhauses (ca. 75qm, 2 Badezimmer, 22 Stock!)…

Wohn- und Arbeitszimmer
Wohn- und Arbeitszimmer

 

Schlafzimmer
Schlafzimmer

 

Rooftop-Bar
Mai Tai @ Rooftop-Bar
Rooftop-Bar
Rooftop-Bar

 

Balkon 1 von 2
wir sind einfach zwei Balkone gewohnt...

 

...und die Aussicht
...und die Aussicht

 

Wir waren wie immer auf vielen Märkten unterwegs und besonders abenteuerlich war unser Ausflug zu Wat Arun auf der anderen Seite des Flußes. Obwohl man den Tempel schon sehen konnte, hat man hier noch die Nachwirkungen der Überflutung gespürt und wir haben ca. eine Stunde gebraucht um die verschiedenen Fluthindernisse zu überwinden. Abenteuerlich 😉

Flower-Market
Flower-Market
Hühner
Hühner

Fährstation
Fährstation

 

ganz trocken ist es noch nicht...
ganz trocken ist es noch nicht...

 

 

alles Ingwer! Lecker...
alles Ingwer! Lecker...

 

Diese jungen Herren haben uns den Weg gewiesen...
Diese jungen Herren haben uns den Weg gewiesen...

 

Chantaburi

Nachdem wir eigentlich noch einmal einen Strandstopp in Ko Samet einlegen wollten, haben wir uns stattdessen entschlossen von unserem geliebten Provinznest Trat (wo wir noch ein Mal eine Nacht gestoppt haben) in die nächstlegende Provinzstadt Chantaburi zu fahren, um unseren Weg nach Bangkok abzukürzen. Statt „downtown“ abzusteigen haben wir uns für das 20km ausserhalb gelegene FaaSai Resort entschieden, das einsam an einem kleinen (noch) unerschlossenen Strand liegt und sich als Ecoresort versteht. Das erste mal das wir eine Schlange aus der Nähe gesehen haben, die gerade zum Mittagessen einen Frosch verspeist hat -auf Nachfrage meinten „die Locals“ one bite and you drop dead, also lieber meiden. in dem Resort verbringen wir gerade zwei Tage unter Locals und sehr wenigen Touristen, um uns dann noch einmal für zwei Nächte ins Getümmel von Bangkok zu begeben, was in der Zwischenzeit wieder weitestgehend trocken ist.

Kung Wiman Beach
Kung Wiman Beach

 

riesige Schmetterlinge
riesige Schmetterlinge

Seafood Dinner

Ein Stuttgarter Ehepaar von unserem Nachbarresort hat uns eingeladen mit ihnen zu einem entfernten Seafood Dinner auf Ko Mak zu gehen. Abholen sowie zurückbringen war umsonst, dafür wurde reichlich geschlemmt -Hot Pot mit Seafood, Tintenfisch, Krabbe und ganzer Fisch.

Crab Curry mit ganzer Krabbe
Crab Curry mit ganzer Krabbe

 

Thaistyle BBQ Squid
Thaistyle BBQ Squid

 

Danach ging es direkt weiter zu einer Geburtstagsfeier am Ao Kao Beach (White Sand Beach), wo eine Band am Strand gespielt hat. Das erste Mal seit Wochen, dass wir erst nach Mitternacht schlafen gegangen sind ;-). An dieser Stelle sorry für die Anrufe in die Heimat -ihr wisst schon was wir meinen…

Beach Party @ Ao Kao
Beach Party @ Ao Kao

Beachlife

Die letzten Wochen verbringen wir auf diversen thailändischen Inseln. Zunächst ging es zu einem viertägigen Stop auf Ko Kood, wo wir zunächst im Neverland-Resort verbracht haben, dieses aber aufgrund komischer Stimmung verlassen haben, um im Dusita-Resort drei Tage bei sehr gutem Thai-Food zu verbringen.

Dann ging es auf auf die nächste (kleinere) Insel Ko Mak, wo wir im Ao Kao-Resort verbracht haben.

Robinson Crusoe
Robinson Crusoe

Crossing Borders – Thailand

Das Border Crossing zu unserem letzen Urlaubsland verlief ohne Zwischenfälle und weitaus simpler als im Reiseführer beschrieben.

Nach einem kurzen Stop an der direkt wesentlich fortschrittlicheren Grenze in Thailand, nehmen wir einen Minivan nach Trat – ein verschlafenes kleines thailändisches Dorf, von dem normalerweise Touristen nur den Flughafen oder Busbahnhof sehen. Wir haben den Aufenthalt sehr genossen, die Thais sind einfach prima und endlich können wir wieder lecker thailändisch Essen! Saßen an einer Bar und haben ehemaligen Thai Boxing Champion kennengelernt, der Zeitschriften aus seinem Auto geholt hat, um uns seine Kämpfe und Titel zu zeigen. Neben der Bar gab es einen Boxing Ring, wo er auch den Nachwuchs trainiert.

Die Besitzerin hat uns dann noch ihren „Thaiapfelbaum“ gezeigt – Anne hat nur noch aroi (lecker) gesagt und die Frau ist auf den Baum geklettert, um uns die Früchte zu pflücken.

Lazy Beaching

Nach 2,5 stündiger Bootsfahrt nach Ko Rong sind wir schließlich zum Pier vom Lazy Beach gekommen, um nach all dem Trubel und Geschichte mal wieder richtig auszuspannen.

Eine idyllische Insel mit Holz Bungalows die nur über Basics verfügen, also kein Heißwasser, Strom und Klospülung – wenn man auf Luxus steht, sollte man hier nicht hinfahren.

Die Bar Area ist sehr schön gestaltet und lädt zum Verweilen ein. Strand und Wasser ist ein Traum, der Rest der Insel ist Dschungel – Tiere gibt es dementsprechend auch, Affen, Geckos, 8 o clock bug, Moskitos etc.

Sihanoukville

nicht zu empfehlen, sehr überlaufen von Touris und man kommt keinen Meter weit, ohne angesprochen zu werden – um am nächsten Tag weiterfahren zu können ist ein Stop auf dem Festland aber empfehlenswert.

Angkor Wat

Nach recht anstrengender fast sechsstündiger Fahrt sind wir in Siem Riep, wo auch tatsächlich unser Fahrer für die nächsten Tag, Mr. Rith, gewartet und uns in unser Hotel Soria Moria gebracht hat. Dort haben wir gleich einen Guide gebucht für die ausgiebige Erkundung von Angkor Wat am nächsten Morgen.

Um gestärkt zu sein, waren wir nur schnell günstig Thai essen bei Beaches gegenüber. Am nächsten Morgen hat Chio, unser wirklich gut informierter Guide uns abgeholt und wir sind gleich an Angkor Wat vorbei zum Bayontempel gefahren, der auch gleich das erste Highlight darstellt. Riesengroß und überall starren Gesichter in alle Himmelsrichtungen. Lediglich die Touristenmasse ist etwas störend. Nach Abstecher zur Elefantenwand und dem nicht mehr existenten Königspalast ging es auch gleich zu Ta Prohm, dem Tomb Raider-Tempel (der Film wurde u.a. dort gedreht). Dieser Tempel besticht vor allem dadurch, dass er von der Natur „zurück geholt“ wurde und überall bewachsen ist.

Bayon
Bayon

Danach ging es dann nach einer Lunchpause zum schier großenwahnsinnigen Angkor Wat. Dort zieht es uns auch gleich am nächsten Morgen wieder hin – Thomas will unbedingt den Sonnenaufgang und daher heisst es um 5:00 losstarten. Diesmal nur mit unserem Tuk-Tuk Fahrer fahren wir los und pilgern wie viele andere wieder los. Der Sonnenaufgang ist leider etwas enttäuschend, dafür werden wir für die folgenden Stunden mit angenehm leeren Tempeln und schönem Photolicht entschädigt. Mittags fahren wir noch zum weiter außerhalb liegenden Banderay Srei, einem kleinen Tempel mit super Ornamenten. Gegen 14:30 sind wir wieder im Hotel. Abends begeben wir uns zum ersten Mal ins Stadtzentrum, die Pub Street. Da uns das Ganze stark an den Ballermann erinnert, fliehen wir allerdings schnellstens wieder und gehen in das Thai-Restaurant Chivit Thai.

Ta Prohm
Ta Prohm

Den nächsten Tag gehen wir ruhig an und machen Reiseplanung. Nachmittags fährt Thomas noch mal mit dem Fahrrad zu den Tempeln um die kleine Tour noch mal im Schnelldurchgang zu machen und die letzten noch nicht gesehenen Tempel anzuschauen.Fazit : wirklich beeindruckend!

Wurzel in Ta Prohm
Wurzel in Ta Prohm

Tuk Tuk

für den Weg zurück zur Unterkunft haben wir wie in Pnomh Penh wie üblich ein Tuk Tuk genommen, dabei sind die Cambodianer immer freundlich und zu Scherzen aufgelegt – wir hatten selten schlechte Erfahrungen gemacht. Man muss vorab ein wenig verhandeln, um den gewünschten Betrag zu erreichen – in unserem Fall 1 US$. Der Fahrer, ein Herr älteren Semesters mit wenig Englischkenntnissen, kramte erst mal seine Brille raus, um den Strassennamen auf unserem Zettel zu lesen und fragte Thomas „You know where it is?“ – welcher dieses bejahte und los ging es! Wir hinten im „Anhänger“ und der Fahrer vorne weg, durch Handzeichen und Schreien ging es quer durch die Hauptstadt Kambodschas sicher zum Hotel. Thomas ist eben der Local! Nach einer vierstündigen Fahrt sind wir um 12:15 Uhr in Sihanoukville’s Busbahnhof angekommen. Wir hatten einen strikten Zeitplan, die Chinese Lady unserer nächsten Inselunterkunft „Lazy Beach“ hatte uns gebeten, pünktlich um halb eins anzukommen – da das Boot dann losfahren würde – better don’t mess with the chinese Lady! Wie immer ist es schwierig Entferungen abzuschätzen, also haben wir uns relativ zügig für ein Moto (Moped mit Fahrer) entschieden, Backpack vorne dann der Fahrer und eine Person hinten drauf. Wie im Reiseführer beschrieben, hat der Moto driver natürlich versucht eine andere Unterkunft anzudrehen und Anne wurde gefragt ob sie Weed möchte. Pünktlich um 12:30 Uhr sind wir dann beim Lazy Beach booking Office angekommen… mit dem Ergebnis dass wir noch eine Stunde warten mussten (-:.

Phnom Penh

Wir wohnen in dem sehr gut gelegenen Kabiki Hotel, das sehr schön angelegt ist und ein sehr gutes Frühstück bietet. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg die übersichtliche Hauptstadt Kambodschas anzusehen. Zunächst sehen wir uns das Democracy Monument an, in dessen Umfeld schon für das abendliche Wasserfest geschmückt wird. Anschließend laufen wir zur Silberpagode, um dort zu erfahren, dass dort gerade „Mittagspause“ ist. Also entschließen wir uns ein Tuk Tuk (2 US$) zum Tuol Sleng Museum (S-21) zu nehmen, wo wir uns das schreckliche Foltergefängnis der Roten Khmer, angesehen haben. Geschockt haben wir eine kleine Rast eingelegt, um anschließend dann doch die Silver Pagoda zu besichtigen. Stilistisch erinnert die ganze Anlage an den Königspalast in Bangkok (dieser war auch Vorlage dafür), ist jedoch nicht ganz so prunkvoll – dafür aber auch nicht so viel besucht. Da wir die Tour durch die Anlage versehentlich in die falsche Richtung machen, lässt ein Wächter uns ausnahmsweise noch mal in den äußerst prunkvollen Tronsaal.

Silver Pagoda
Silver Pagoda

Nun schlendern wir über das Wasserfest, das höchste Fest im Kalender der Kambodschianer (eine Woche Ferien!), das heute anfängt. Uns wurde zuvor gesagt, dass das Fest eigtl. abgesagt wurde, da der König das Geld dieses Jahr an Flutopfer geben will, statt für das Fest auszugeben. Anscheinend lassen sich die Kambodschianer jedoch nicht alle Freude nehmen und machen Massenpicknicks am Flußufer oder freuen sich sonst einfach nur. Schließlich gibt es sogar noch ein großes Feuerwerk über dem Mekong.

Wasserfest
Wasserfest

Uns gefällt die sympathische kleine Stadt sehr gut – nun geht es weiter nach Siem Reap, wo wir ausführlich das achten Weltwunder Angkor Wat ansehen werden.

taking the long way home